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Wassersportbranche auf Wachstumskurs
24.01.2016
In der Zeit vom 23. bis 31. Januar 2016 trifft sich die Wassersport- Industrie auf der „Boot“ in Düsseldorf. Die weltweit größte Bootsmesse gilt als internationale Leitmesse der Branche. Delius Klasing, Europas führender Verlag für maritime Medien, stellt am ersten Messewochenende die Ergebnisse seiner Marktdatenstudie für die Wassersportbranche 2016 vor.

Erkenntnisse daraus belegen, dass die Zeichen auf Belebungund Wachstum stehen. Indikatoren dafür sind unter anderem eine hohe Ausgabebereitschaft für Neu- und Gebrauchtboote, speziell im größeren Längensegment , sowie gestiegene
Zusatzausgaben für Material, Technik und Bootsurlaube.
Das Bielefelder Medienhaus Delius Klasing ist Auftraggeber der europaweit größten Marktdatenstudie für die Wassersportwirtschaft. Zum 18. Mal wurde die Leserschaft von Europas führenden Segel- und Motorbootmagazinen YACHT und BOOTE zu Besitz, Kaufabsichten, Charterrevieren, Zubehör und Markenwerten befragt. Mehr als 7.000 Leser haben an der aktuellen Untersuchung, die insgesamt 705 Marken aus der Wassersport-Wirtschaft umfasst, teilgenommen. Die 705 Marken setzten sich aus insgesamt 95 Segel- und 113 Motorbootwerften sowie 497 Zubehörmarken aus dem Segel- und Motorboot-Bereich zusammen.
Die Ergebnisse werden der Wassersportbranche am Auftaktwochenende der „Boot“ in Düsseldorf auf der „FLAGSHIP NIGHT“, dem Branchentreff von Delius Klasing und
der boot Düsseldorf, vorgestellt. Für die Erstellung der Studie wurde das unabhängige
Marktforschungsinstitut Market Research aus Neuhausen bei Stuttgart beauftragt.
Die wichtigsten Erkenntnisse für die Branche: Der Anteil an Bootseignern steigt sowohl bei den Seglern als auch bei den Motorbootfahrern. Das Interesse an größeren Schiffen steigt ebenfalls - im Neu- und Gebrauchtboot-Sektor. Des Weiteren steigen die zusätzlichen Investitionen in das Hobby Segeln und Motorbootfahren weiter an.
Bei den YACHT-Lesern äußern laut Marktdatenstudie 20 Prozent der Teilnehmer in den nächsten drei Jahren eine konkrete Kaufabsicht. 30 Prozent sind sich noch unschlüssig, ob sie in den nächsten drei Jahren ein neues Schiff erwerben wollen.
Daraus ergibt sich ein Käuferpotenzial von 50 Prozent (2014: 47 Prozent). Bei den Motorbootfahrern geben 29 Prozent der Befragungsteilnehmer an, in den nächsten drei Jahren ein Motorboot kaufen zu wollen, 33 Prozent sind sich noch nicht ganz sicher. Das Käuferpotenzial der Motorbootfans liegt somit bei 62 Prozent (2014: 50 Prozent).
Bei den geplanten Kaufabsichten nach Rumpflänge zeigt die aktuelle Studie ein gestiegenes Interesse an größeren Segel- und Motorbooten. 31 Prozent der YACHT-Leser (mit Kaufabsichten) planen ein neues Segelboot über zwölf Meter Länge zu kaufen (+3 Prozent zu 2014), bei den geplanten Käufen im Gebrauchtboot-Segment sind es 21 Prozent, ein Plus von 9 Prozent zum Jahr 2014. BOOTE-Leser schauen ebenfalls gezielt nach größeren Yachten. 37 Prozent (+12 Prozent zu 2014) gaben bei den Neu-Kaufabsichten an, nach einer Motoryacht über zehn Meter Länge zu suchen. Bei den Gebrauchtboot-Kaufabsichten sind es sogar 42 Prozent (+1 Prozent zu 2014).
Grundsätzlich ist für alle Teilnehmer der Marktdatenstudie die Qualität eines Schiffes das wichtigste Kriterium für den Kauf einer Segel- oder Motoryacht (neu wie gebraucht), gefolgt von Fahreigenschaften, Preis, Optik und Komfort. Des Weiteren fällt auf, dass YACHT-Leser wieder mehr zum Kauf einer neuen Segelyacht tendieren, als es in den Vorjahren der Fall war.
Laut Studie sind die Motorbootfahrer bereit, für ein neues Boot durchschnittlich 199.323 Euro auszugeben (+123 Prozent seit 2000). Die Segelsportler planen für ein neues Segelboot ebenfalls tiefer in die Tasche zu greifen, nämlich durchschnittlich 240.218 Euro (+68 Prozent seit 2000). Bei den Gebrauchtbooten ist die Ausgabebereitschaft für die kommenden drei Jahre sowohl bei den Seglern mit 73.028 Euro (+14 Prozent seit 2000) als auch bei den Motorbootfahrern mit 86.442 Euro (+44 Prozent seit 2000) im 16-Jahresvergleich gestiegen.
Der Charterbereich ist weiterhin ein Segment, das sich bei Seglern und Motorboot-fahrern gleichermaßen einer großen Beliebtheit erfreut. Wassersportler nutzen die zahlreichen Charterangebote in fernen Ländern oder direkt vor der Haustür – einige sogar mehr als einmal im Jahr. 74 Prozent der YACHT-Leser beantworteten die Frage, ob sie schon mal ein Boot gechartert haben, positiv. Bei den BOOTE-Lesern sind es 60 Prozent. Als bevorzugtes Charterrevier liegt Deutschland bei den Motorbootfahrern seit mehreren Jahren unangefochten auf Platz eins. Auf den weiteren Rängen folgen die Niederlande, Kroatien, Frankreich und Spanien.
Bei den Seglern haben es in diesem Jahr wieder die heimischen Gewässer auf den ersten Rang der beliebtesten Charter-Destinationen geschafft. Auf den Plätzen zwei bis fünf folgen Kroatien, Griechenland und erstmals Dänemark und Holland (2014: Türkei und Italien).
Ein Motorbooturlaub dauert durchschnittlich 1,1 Wochen. Die Ausgaben liegen im Durchschnitt bei 2.610 Euro. Bei den Seglern beträgt die Länge des Charterurlaubs 1,5 Wochen und kostet im Schnitt 3.207 Euro.
Außerdem wurden in der europaweit umfangreichsten Marktuntersuchung für die internationale Wassersportwirtschaft die folgenden Zubehörbereiche für die Segel-branche erhoben: Bootsbekleidung, Bootselektronik, Segel, Navigations-Apps (neu in 2015), Tauwerk, Versicherungen, Versender sowie Charterflotten-Betreiber und Agenturen. Bei den Motorboot-Fahrern wurden die Zubehörbereiche Bootsbekleidung, Bootselektronik, Bootsmotoren, Versicherungen, Versender, Charteragenturen und ebenfalls zum ersten Mal der Bereich Navigations-Apps abgefragt.
Bei den Markenwerten wurde unter anderem nach Zuverlässigkeit, Bekanntheit, Qualität, Verarbeitung, Service, Optik und dem Preis-/Leistungsverhältnis der Schiffe und Werften gefragt.
„Die aktuellen Daten aus den Leserbefragungen in YACHT und BOOTE liefern detaillierte Marktanalysen der wichtigsten Marken und Segmente im Bereich Werften und Zubehör für das Jahr 2016“, bringt Marktforscher Paul Färber von Market Research den hohen Nutzwert der in dieser Form europaweit einmaligen Studie für die Wassersportindustrie auf den Punkt.