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BVWW: Gesunder Verband mit viel Einsatz und großen Visionen
29.02.2016
Die Jahresmitgliederversammlung des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft (BVWW) Ende Februar in Düsseldorf machte deutlich: der Verband der Wassersport-Wirtschaft ist gesund, schreibt Lobby-Arbeit groß und hat Visionen, aber auch viele Aufgaben für den Wassersport vor sich.

Die Jahresmitgliederversammlung des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft (BVWW) Ende Februar in Düsseldorf machte deutlich: der Verband der Wassersport-Wirtschaft ist gesund, schreibt Lobby-Arbeit groß und hat Visionen,  aber auch viele Aufgaben für den Wassersport vor sich.

Wenn der Wirtschaftsprüfer strahlt und locker auftritt, dann kann es bei einer Jahrershauptversammlung nur einen Grund haben, und den hatte Prof. Dr. Johannes Georg Bischoff: „Der Verband ist gesund, die Bilanz hätten die meisten gern. Es macht Spaß, diese Zahlen hier vorzutragen“, so Bischoff. Fast eine Million Euro Reinvermögen, 10.000 Euro mehr Überschluss als geplant und rosige Aussichten für 2016 sind die Gründe. Durch die beste boot seit Jahren steigt auch der Zuschuss an den idellen Trägerverband. Zusätzlich werden die  Mitgliedereinnahmen ab 2016 steigen, da ab dem 1. Juli der Bundesverband Kanu, bisher Kooperationspartner, BVWW-Mitglied und ein Arbeitskreis im BVWW wird. Das führte dann auch dazu, dass erstmals seit Jahren die Mitgliedsbeiträge nicht erhöht werden. „Wir passen normalerwiese die Beiträge dem Werteverlust durch die Inflation an, aber wir haben ja gar keine Inflation“, so Schatzmeister Bernd Gröver.

Eine sichere finanzielle Situation und keine Beitragserhöhung sorgten dann für eine lockere Stimmung im Düsseldorfer Sitzungssaal. Doch die Aufgaben, die die Branche vor sich hat, sind groß. So soll im April das Wassertourismuskonzept  vorgelegt werden, das die Bundesregierung bereits im Koalitionsvertrag angekündigt hatte. Doch es ließ auf sich warten. Und es wird vermutet, dahinter steckt das „Blaue Band Deutschland“, ein Programm,  an dem das Bundesministerium für Umwelt (BMUD) und Bundesministerium für Verkehr (BMVI) seit rund einem Jahr arbeiten. Dabei sollen die Umweltschutzorganisiationen beraten haben, der Wassersport wurde aber nicht angehört. Eine Gleichberechtigung der ganz besonderen Art.

Aus inoffiziellen Quellen stammt daher die Information, dass inzwischen 600 km der 2.800 Nebenwasserstrassen renaturisiert, den Umweltschutzverbänden zugeordnet werden sollen. Eine Nichtanhörung der Wassersport-Verbände und des Wassersporttourismus unterstellt somit, dass Wassersport und Umweltschutz sich widersprechen.  „Wir haben mit den Endverbraucherverbänden, Wirtschaftsverbänden, dem ADAC und vielen anderen Konzepte für den Betrieb und die Verwaltung der Nebenwasserstrassen erstellt, dann kann es nicht sein, dass wir nicht einmal angehört werden“, so BVWW-Geschäftsführer Jürgen Tracht.  Der Geschäftsführer erhielt von der Jahreshauptversammlung den Auftrag, diese Mitarbeit und Anhörung einzufordern.

Die übergreifende Werbung für den Wassersport mit der Aktion „Start boating – Entdecke eine neue Welt“ ist ein weiterer Schwerpunkt der Verbandsarbeit. Mit weitern sechs Partner arbeite der BVWW an einer gemeinsamen Kampagne für den Wassersport, die der Unterstützung des gesamten Wassersports bedarf, um eben für diesen gesamten Wassersport zu werben.  Eine wohl kaum erreichbare Vision ist eine Kampagne, die die Reichweite der Wohnmobilbranche erreicht. Doch große Visonen gehören zu einem erfolgreichen Verband. Und kleine Schritte müssen gegangen werden, um große Ziele zu erreichen.

Dabei darf sich der Verband auch in den nächsten Jahren der Unterstützung der boot Düsseldorf sicher sein.  Messechef Werner Dornscheidt sagte dem Präsidium und Landesdelegierten die treue Partnerschaft der boot zu und bedankte sich beim BVWW-Vorsitzenden Robert Marx für die gute Zusammenarbeit.  Sie zeigt sich auch dadrin,  dass die nächste Jahreshauptversammlung 2017 auf der boot stattfinden wird. Ein Großteil der Mitglieder ist Aussteller auf der boot, so dass sich die Jahrehauptversammlung gut integrieren lässt. Dazu wurde die Satzung geändert und das Geschäftsjahr auf den Zeitraum 1. November bis 31. Oktober umgestellt.

Die nächste Jahreshauptversammlung findet am Freitag, den 27. Januar, auf der boot in Düsseldorf statt.

 

Weitere wesentliche Aufgaben des Wirtschaftsverbandes:

-Rechtliche und umsatzsteuerliche Beratung,

-Professionalisierungsangebote,

-Zertifizierungen und Qualifikationskennzeichen

-umfangreiche Interssensvertretung

-Arbeitskreise Charterboot, Bootsmotoren, Yachthafenbau, Seenot-Rettungsmittel, Tauchsport und Sachverständigen

-Vertretung in nationalen und internationalen Organisationen.